Die NSLU2 wird von der Firma Linksys eigentlich als NAS (Network attached Storage) verkauft. Da als Betriebssystem
nslu2.jpg

Linux läuft, ist der Quellcode öffentlich. Dadurch ist es möglich den Funktionsumfang der kleinen Kiste deutlich zu erweitern. Wer sich also zutraut über telnet auch schonmal längere codeschnipsel einzutippen oder sich sowieso gut mit Linux auskennt, dem kann ich die Installation sehr empfehlen.

Die größte (englischsprachige) Community die sich mit der oft als “Slug” bezeichneten NSLU2 findet man auf www.nslu2-linux.org. Hilfe findet man aber auch in zahlriechen deutschsprachigen Foren und Wikis (Eine Linkliste findet Ihr am Ende der Seite).

Das erste Unslingen ist ziemlich einfach. Dafür geht man in der Weboberfläche auf Firmware-Upgrade und installiert statt der Linksys Firmware z.B. die unslung 6.10 beta.

Da ich nach längeren Pausen immer wieder von vorne anfangen musste, hier eine Kurzanleitung für missglückte Installationen / Upgrades:

  1. Redboot Modus aktivieren (Büroklammer in Reset lassen, Startknopf drücken, Klammer bei Rotem/dunkelgelbem Led schnell herausziehen)
  2. Alternative: Notebook per Crossoverkabel anschließen und das Netzwerk des Computers auf 192.168.0.2 und Subnet 255.255.255.0 einstellen, damit es keinen Adressenkonflikt gibt. Um den Richtigen Zeitpunkt zu finden, in der der Redbootmodus aktiv ist (ca. 2 Sekunden), kann man mit ping -t 192.168.0.1 in einem zweiten Fenster pingen, bis eine Rückmeldung kommt und in einem zweiten Fenster 192.168.0.1 9000 eingeben und erst bei einem geglückten Ping absenden.
  3. upslug2 oder unter Windows das sercomm upgrade Utility benutzen um Firmware zu flashen.
  4. Adminoberfläche ist unter 192.168.1.77 aufrufen (Alte Ports oder Änderungen merkt sich die Slug)
  5. Passwörter sind zurückgesetzt (Weboberfläche: admin/admin und telnet: root/uNSLUng)
  6. Unslingen – die swap Platte/Stick dabei am Besten an Port2, da an Port 1 auch Hubs dürfen

Da nach der Installation ständig auf den externen Speicher zugegriffen wird, ist dieser recht schnell hinüber. Dagegen habe ich in dieser NSLU Configuration Guide sehr nützliche Hinweise gefunden.

Nach dem Zusatz “noatime” in /etc/fstab und der Eingabe von “touch /.ext3flash” blieb die Statusleuchte meines Speichers erstmal aus.

Weiterführende Links: