Nach über einem Jahr Blogging bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass man als Neueinsteiger ins Bloggen am besten wie folgt vorgeht:

1. Bei einem Freien Bloganbieter mit guten Migrationsmöglichkeiten und ohne Werbung anmelden. Vorher andere Blogs bei diesem Anbieter anschauen.

2. Die individuellen Einstellungsmöglichkeiten & Geschwindigkeit ausprobieren.

3. Geduld haben – Besucher kommen selbst bei tollen Artikeln in den ersten Monaten sehr wenige

Gut gefielen mir die Tipps von Grottenbloggen, die da wären: blogsport.de, streetlog.de oder blogsome.com
Alle 3 basieren auf WordPress und haben außer einem Hinweis auf das Hosting im Footer (noch) keine Werbung.

Momentan ist Posterous.com schwer in Mode und einige bekannte Blogger (pixelgraphix.de / admartinator.de) sind fast komplett auf die Plattform umgestiegen. Einen kleinen Bericht findet man u.a. bei stylespion, wo gefragt wird: “Ist Posterous das bessere Tumblr?”

So sah der Anfang bei mir aus:

Da es eigentlich schon genügend Blogtests im Netz gibt, hier nur Link zu den Top10 Bloganbietern. Trotzdem möchte ich ein paar Worte über meine ersten Erfahrungen mit dem Blog hoster WordPress.com verlieren:

Ich hatte, ganz unüblich, bevor ich mich bei WordPress.com angemeldet habe, die gleichnamige CMS-Software auf den Servern von funpic.de getestet und war von den Möglichkeiten echt begeistert, konnte aber bisher keinen schnellen und zuverlässigen Gratis-Webspace ohne störende Werbung finden.  Edit: bplaced bietet noch einigermaßen schnelles Gratishosting ohne Werbung an. Nachteil ist, dass PHP Skripte dort keinen Zugriff auf andere Seiten haben, weshalb z.B. Akismet und Benachrichtigungen über Updates nicht funktionieren. Zum Probieren reicht es aber allemal.

Was mir nach der Anmeldung eines WordPress.com Blogs gleich vertraut vorkam, war das recht übersichtliche Administrationsmenü am oberen Bildschirmrand. Hier findet man fast alle Funktionen, die eine Installation auf dem eigenen Server auch bietet. Die wichtigsten Plugins sind integriert und man braucht sich um Software-Updates keine Gedanken zu machen. Wer einen gratis Blog möchte, bekommt 50MB Speicherplatz eingeräumt, der sich gegen Bezahlung erweitern lässt. Ebenfalls nur gegen Bezahlung erhältlich ist die Möglichkeit, die vorhandenen Themes per CSS an den eigenen Geschmack anzupassen. Leider kann man daher auch keine heruntergeladenen Themes integrieren, was ich schade finde, da es eine wahre Flut von freien WordPress Templates gibt und die vorhandene Auswahl (62 Themes) nicht jeden zufriedenstellt. Werbung habe ich noch nicht gesichtet, außer dem netten Smiley am unteren Bildschirmrand und einem Link zur Community. Wer doch mal auf einen eigenen Server umziehen will, dem hilft auch die Exportfunktion. Alles in allem also ein Prima Angebot, das gerade für Einsteiger eine gute Basis bietet. Leider kann man bei einem Wechsel zum eigenen Hoster keine automatische Weiterleitung schalten.