Neben externen Festplatten kann man nach der Installation von Unslung aus der “Slug” recht einfach mit Hilfe von Cups einen Printserver machen. Vorgegangen bin ich dabei nach dem offizellen HowTo.

Beginnen sollte man auf jeden Fall erstmal mit dem Aktualisieren der Paketliste durch Eingabe von
ipkg update
dann Cups mit Eingabe von
ipkg install cups
installieren und zur Installation der Weboberfläche
ipkg install cups-doc
eingeben.

Damit Cups auf die USB-Ports zugreifen kann sollte man ihm die Rechte durch Eingabe von
chmod 777 /dev/lp0
geben. Bei Verwendung eines Hubs brauchen die übrigen Anschlüsse ebenfalls Lese-und-Schreibrechte (chmod 777 /dev/lp1 usw)

Um auch auf das Webinterface zugreifen zu können habe ich in der Datei
vi /opt/etc/cups/cupsd.conf
mit dem etwas gewöhnungsbedürftigen shell editor vi [Befehlsübersicht] durch drücken der Taste i die Zeile
DefaultEncryption Never
hinzugefügt.

Dann fehlen ind der cupsd.conf noch die Regeln, welche IP’s Zugriff haben (rot bei mir):

<Location />
Order Deny,Allow
Deny From All
Allow From 127.0.0.1
Allow From 192.168.1.0/24
Allow From 192.168.*.*
</Location>

Mit ESC wird der Schreibmodus beendet, mit :wq die Datei gespeichert und beendet. Reboot nicht vergessen (oder /opt/doc/cups/S88cups restart) und schon gings auch ohne SSL Zertifikat.

Damit cups auch beim Neustart geladen wird, muss man die S88cups noch in den Autostart-Ordner kopieren cp /opt/doc/cups/S88cups /opt/etc/init.d

Das Webinterface von CUPS sollte man nach einem Reboot unter der Adresse des Webinterface gefolgt von der Portnummer 631 erreichen. http://…nslu-ip… :631

Die Drucker können dann über “Add Printer” im Reiter Administration des Webinterfaces hinzugefügt werden. Meiner wurde mit “Find Printers” sogar automatisch gefunden. Obwohl der voreingestellte HP Drucker zu den meisten Standarddruckern kompatibel ist, kann man auch einen *.ppd Druckertreiber hochladen. Das Passwort für den Adminpanel ist das gleiche wie fürs Telnet/SSH.
Im Reiter Printers sollte man unter Set Printer Options noch die Error Policy auf “retry-job” umstellen, damit der Druckbefehlt schon gegeben werden kann, wenn der Drucker noch nicht eingeschaltet ist. Es kann nach dem Einschalten trotzdem noch recht lange, bis gedruckt wird (evtl. hilft die Verkürzung von “BrowseInterval“).
Um unter Windows (ab 98se) einen Netzwerkdrucker mit dem ipp-Protokoll hinzuzufügen kann man seine Adresse leicht aus der Weboberfläche unter Printers herauskopieren und sieht etwa so aus:

http://…NSLU-IP…:631/printers/…Druckername…
Selbst das Drucken aus Gimp macht bei mir so keine Probleme.

Komfortabler wäre da nur ein Samba Printing, aber das habe ich noch nicht ans Laufen bekommen.