Ubuntu 8.10 auf dem MSI Wind U100
Installiert habe ich Ubuntu per USB Stick, was mithilfe von UNetbootin nur wenige Klicks erfordert.
Leider ist der WLAN Treiber für das MSI Wind noch nicht im Kernel. Nach langer Suche und einigen Selbstkompilierversuchen bin ich auf einen fertigen .deb Installer gestoßen.
RTL8187se .deb Paket im MSI Wind Forum von Marcin Biernat (BoskaStrona)
Vor dem Download sollte man mit cat /proc/version die Kernelversion feststellen um den passenden Treiber zu wählen, da bei Installation einer falschen Version auch das Kabelgebundene Netz nicht mehr funktioniert. (Achtung: Die Live-Version hat nicht unbedingt den selben Kernel wie die Version, die anschließend installiert wird).
Die Desktopeffekte laufen erstaunlich schnell, beim Scrollen im Firefox scheint der Bildaufbau aber leicht stockend und die nicht optimale Umsetzung von Flash für Linux kostet auch Rechenpower, weshalb die Wiedergabe von Videos einige Aussetzer hatte.
Einen Bug, den ich selbst nicht gleich beheben konnte, habe ich im Multimonitorbetrieb festgestellt. Hier passiert es, dass nach dem Anstecken eines zweiten Monitors dieser automatisch zum Ersten wird, dh. alle Panels wandern auf diesen. Problematisch ist dabei vor allem dass bei der Flashwiedergabe das Vollbild wiederum nur auf dem 2. Monitor angezeigt wird. Möglicherweise lässt sich das in der xorg.conf anpassen oder durch starten eines zweiten X-Servers umgehen.
Was auch stört ist, dass bei einstellen der Helligkeit auf die niedrigste Stufe, nach Schließen und Öffnen des Deckels, sowie nach dem Standby die Helligkeit immer 100% ist. Kurioserweise tritt der Fehler bei 20% Helligkeit nicht auf.
Alles in allem also wieder kein großer Anreiz zum schon oft geplanten Komplettumstieg, da auch zu vermuten war, dass das Wlan beim nächsten Kernelupdate wieder gepatcht werden müsste.
Zurück zu Windows war nur per USB CD-Rom und der Recovery DVD leicht möglich, da ich die Recovery Partition gelöscht hatte. Experimente mit einer USB-Stick Installation WindowsPE (BartPE) und der RecoveryCD sind bisher wenig dokumentiert und immer mit Zusatzdownloads verbunden. Eine Möglichkeit zum direkten “Brennen” eines Iso’s der Recovery CD auf einen Stick habe ich (wegen unterschiedlicher Dateisysteme?) zumindest nicht gefunden.
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