LAMP Installation in Ubuntu Jaunty
Hier eine Anleitung zur Installation eines Apache Servers mit MYSQL und PHP5.
Auf dieser Serverkonfiguration basieren die meisten Web 2.0 Anwendungen wie z.B. Wikis oder CMS wie WordPress.
Für die meisten Kernel und Apache Versionen dürfte die Installation ähnlich sein. Mit neuen Versionen ändern sich allerdings manchmal Installationspfade o.ä.. Wer ganz sicher gehen will, überprüft durch Eingabe von cat/proc/version die Kernelversion und durch lsb_release -a die Releaseversion.
Noch zur Übersicht, was wir installieren werden:
Ubuntu Linux 9.04 (L) Apache 2 (A) Mysql (M) PHP5 (P)
Eine vorhandene Ubuntu/Xubuntu Version setze ich hier mal voraus.
Apache (Momentan 2.2.11 – ca. 10MB) installiert man mit folgendem Befehl:
sudo apt-get install apache2
Beim Aufruf von http://localhost im Browser müsste bei geglückter Installation “It works!” stehen.
Wenn man jetzt HTML-Dateien in /var/www kopiert und im Router die entsprechenden Ports freigibt, kann man so schon statische Seiten anzeigen.
Für dynamische Seiten benötigt man als nächstes PHP5 (ca. 6MB):
sudo apt-get install php5 libapache2-mod-php5
mit sudo /etc/init.d/apache2 restart kann man anschließend Apache neu starten, um die PHP-Erweiterung zu aktivieren.
Mysql (ca. 107MB) installiert man per
sudo apt-get install mysql-server
Während der mysql Installation wird man aufgefordert, ein root Passwort festzulegen.
Die LAMP ist damit komplett. Um die Administration von Mysql zu erleichtern gehört es zum Quasi-Standard, das Webfrontend Phpmyadmin zu installieren. Das macht man per
sudo apt-get install phpmyadmin
Hier wird man während der Installation nach der vorhandenen Apache Version gefragt.
Soweit so einfach. Der Konfigurationsteil ist schon etwas anspruchsvoller.
Die Apache Erweiterungen installiert man per Eingabe von a2enmod.
Apache Konfiguration:
Die Config des Apache Servers lag bei mir unter /etc/apache2/
Die meisten Einstellungen werden in der apache2.conf vorgenommen. Mögliche Parameter findet man z.B. in der offiziellen “Kurzreferenz”.
Die Direktiven werden in den neueren Versionen direkt in die apache.conf und nicht wie früher in die httpd.conf eingetragen, wenngleich die alte Konfigurationsdatei noch per include mitgeladen wird.
Den DocumentRoot, also den Pfad, wo später die Webseiten liegen sollen, kann man verwirrenderweise nicht in der apache.conf, sondern in der /etc/apache2/sites-available/default ändern.
Sollen nun z.B. PHP Skripte Schreiboperationen ausführen können, sollte man der Gruppe “Andere” in Nautilus oder Thunar Schreibrechte einräumen.
MYSQL Konfiguration
Der Login zu Phpmyadmin, funktioniert mit dem Benutzernamen des Mysql root Benutzers, was während der Installation angegeben wurde. Im Reiter “Rechte” können dann weitere Benutzer angelegt werden, denen dann z.B. keine Adminrechte verliehen werden.
Mit diesem Nutzer kann dann eine neue Datenbank angelegt werden. Hier empfiehlt sich für eine gute Kompatiblität meist UTF-8 general ci als Kollation.
PHP Konfiguration
Das Standard MemoryLimit für php war auf 16MB gesetzt. Je nach Arbeitsspeicher sollte man sich so etwa 35-128MB Speicher genehmigen. Je mehr desto besser
– falls nicht zu viele User vorhanden sind. Das Limit ändert man unter /etc/php5/apache2/php.ini beim Eintrag memory_limit.
SugarCMR, was ich installieren wollte, beschwerte sich dann auch noch über die zu kleine maximale Uploadgröße von 2MB, fehlendes php5-imap Modul und php5-curl.
Um den Überblick über die PHP Konfiguration zu behalten empfiehlt es sich eine phpinfo.php mit folgendem Inhalt anzulegen:
<?PHP
phpinfo ();
?>
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