Seagate Pocket HDD (8GB, 1″) Test

Kaufentscheidung

Seagate Pocket Drive

Ich habe mir heute diese mini Festplatte zugelegt, um damit sie an meiner NSLU2 auch größere Backups sicher aufbewahrt und später mal als Platte für meinen privaten Webserver herhält. Bisher habe ich einen USB-Stick zum unslingen benutzt, der mir aber aufgrund der je nach Modell eher geringen Schreibzyklenzahl als zu unsicher für meine Backups erschien. Dazu kam, dass die Platte keine extra Netzteil benötigt, was bei Dauerbetreib sicher einiges an Energie spart. Das Laufwerk ist wirklich schön klein und kann problemlos in der Hosentasche transportiert werden. Schön ist auch die Speichergröße – so paßt doch in etwa eine DVD drauf. Sogar an eine XP Installation ist schon zu denken.

Technische Daten (Herstellerangaben)
Kapazität 6.8GB
RPM (Umdrehungen): 3600
Cache: 2MB
Abmessungen: 1.8 x 7.7cm (H x D)
Gewicht: 96.25 Gramm
Systemanforderungen: Windows XP/2000 /Mac OS 9.2.2 und höher
USB Version: 2.0 (abwärtskompatibel)

Preis
Der druchschnittliche Marktpreis bei Geizhals lag am 25.9.07 bei 39€ (also ca. 6€/GB). Dem Vergleich zu 3,5″ Platten hält der Preis natürlich nicht stand (ca. 0.3€/GB). Dem Vergleich zu einem 8GB USB-Stick aber durchaus (ca. 10€/GB).

Lautstärke:
Die Platte ist nur bei Zugriffen und nur mit aufgelegtem Ohr hörbar – deshalb wahrscheinlich die status led in der Mitte, die bei Zugriff blau leuchtet ;)

Temperatur:
Das Gehäuse wurde während der Benchmarks handwarm. Also keine Temperaturprobleme in Sicht.

Benchmark
Für die Benchmarks habe ich die Open-Source-Tools h2benchw 3.6 und IOmeter 2006.07.27 und HDTach 3.0.4.0 bemüht.

IOmeter:

  • I/O Operationen pro Sekunde 76,89

h2benchw:

  • Lesen (mittel): 7.03232MB/sec
  • Zugriffszeit: 31,37ms – innerhalb der ersten 504MB: 16,74ms

hdtach:

  • Zugriffszeit: 30.5ms
  • Lesen (mittel): 7.7MB/s

HDTach Statistik

  • Vergleichswerte gibt’s z.B. bei Tom’s Hardware Guide (allerdings wurden überwiegend 3,5″ Platten getestet).

Testsystem
CPU: Athlon X2 3800+
Mainboard: Asus M2n-e (Nforce 570 Ultra)
Ram: 1024 MB MDT
Festplatte: Samsung SP2504c

Fazit
Bisher bin ich mit meinem Kauf zufrieden und hoffe auch anderen die Kaufentscheidung erleichtert zu haben.

Preis: plus2.png plus2.png
Größe: plus2.png
Geschwindigkeit: plus2.png

NSLU2 uNSLUng

Die NSLU2 wird von der Firma Linksys eigentlich als NAS (Network attached Storage) verkauft. Da als Betriebssystem
nslu2.jpg

Linux läuft, ist der Quellcode öffentlich. Dadurch ist es möglich den Funktionsumfang der kleinen Kiste deutlich zu erweitern. Wer sich also zutraut über telnet auch schonmal längere codeschnipsel einzutippen oder sich sowieso gut mit Linux auskennt, dem kann ich die Installation sehr empfehlen.

Die größte (englischsprachige) Community die sich mit der oft als “Slug” bezeichneten NSLU2 findet man auf www.nslu2-linux.org. Hilfe findet man aber auch in zahlriechen deutschsprachigen Foren und Wikis (Eine Linkliste findet Ihr am Ende der Seite).

Das erste Unslingen ist ziemlich einfach. Dafür geht man in der Weboberfläche auf Firmware-Upgrade und installiert statt der Linksys Firmware z.B. die unslung 6.10 beta.

Da ich nach längeren Pausen immer wieder von vorne anfangen musste, hier eine Kurzanleitung für missglückte Installationen / Upgrades:

  1. Redboot Modus aktivieren (Büroklammer in Reset lassen, Startknopf drücken, Klammer bei Rotem/dunkelgelbem Led schnell herausziehen)
  2. Alternative: Notebook per Crossoverkabel anschließen und das Netzwerk des Computers auf 192.168.0.2 und Subnet 255.255.255.0 einstellen, damit es keinen Adressenkonflikt gibt. Um den Richtigen Zeitpunkt zu finden, in der der Redbootmodus aktiv ist (ca. 2 Sekunden), kann man mit ping -t 192.168.0.1 in einem zweiten Fenster pingen, bis eine Rückmeldung kommt und in einem zweiten Fenster 192.168.0.1 9000 eingeben und erst bei einem geglückten Ping absenden.
  3. upslug2 oder unter Windows das sercomm upgrade Utility benutzen um Firmware zu flashen.
  4. Adminoberfläche ist unter 192.168.1.77 aufrufen (Alte Ports oder Änderungen merkt sich die Slug)
  5. Passwörter sind zurückgesetzt (Weboberfläche: admin/admin und telnet: root/uNSLUng)
  6. Unslingen – die swap Platte/Stick dabei am Besten an Port2, da an Port 1 auch Hubs dürfen

Da nach der Installation ständig auf den externen Speicher zugegriffen wird, ist dieser recht schnell hinüber. Dagegen habe ich in dieser NSLU Configuration Guide sehr nützliche Hinweise gefunden.

Nach dem Zusatz “noatime” in /etc/fstab und der Eingabe von “touch /.ext3flash” blieb die Statusleuchte meines Speichers erstmal aus.

Weiterführende Links:

Einfach Wassersparen

Wer immer noch eine dieser altmodischen Wasserspülungen hat, wo bei jeder Spülung etwa 10 Liter Trinkwassr zu Abwasser werden, kann einfach ein “Stopp-Gewicht” einhängen, was den Wasserfluss beim Loslassen der Spülung wieder stoppt. Dazu bedient man sich entweder beim Anglerbedarf oder bestellt z.B. hier (Shoplink) ein passendes Gewicht zum einhängen in’s Spülrohr. Da lacht nicht nur die Natur sondern auch das Sparschwein.

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