DSL
DNS Einträge der Fritzbox ändern
Bei Freenet gibt’s, wie schon bei Alice, diese schönen DNS-Redirects, die nur durch manuelle Eingabe der DNS Server in XP oder den Router abgestellt werden können -> siehe DNS-Redirect deaktivieren.
Um nicht bei jeder Windows Neuinstallation die TCP/IP Einstellungen ändern zu müssen, wollte ich den DNS direkt in der Fritzbox ändern. Eine schöne Anleitung dazu habe ich bei Ten Dollars gefunden.
Hier einmal in aller Kürze:
- In der Weboberfläche der Fritzbox Einstellungen > System > Einstellungen sichern, eine Exportdatei herunterladen.
- In dieser Datei die per Suchfunktion des Editors nach overwrite_dns1 und overwrite_dns2 suchen und bei den ersten Einträgen die 0.0.0.0 mit den gewünschten DNS Einträgen ersetzen. Weiter hinten i.d. Datei kommt noch eine overwrite_dns, die ich aber nicht ändern musste. (Weitere Möglichkeit: FbFEditor / Telnet fritz.box [ nvi /var/flash/ar7.cfg] ca. Zeile 300 oder per :/overwrite_dns1 suchen)
- Das Wiederhochladen der Datei gestaltet sich schwieriger, da die Datei eine Prüfsumme hat.Die Überprüfung kann man mit dem zusätzlichen Eintrag von NoChecks=yes im Bereich vor **** CFGFILE:ar7.cfg umgehen. Anschließend hat man auf der Startseite des Webinterfaces den unschönen Hinweis auf vom Hersteller nicht unterstützte Änderungen. So vergisst man zumindest nicht, dass der DNS geändert ist.
Wer um eine Zensur fürchtet kann auch die Server von OpenDNS eintragen (208.67.222.222 / 208.67.220.220), die sich aber wieder durch DNS-Redirecting finanzieren.
Damit entgeht man der im Zusammenhang mit der Stoppschild Wahlkampagne geschaffenen Probleme von z.B. Kurz-URLs, wo der Anwender im Voraus nicht weiß, wohin er weitergeleitet wird.
Noch ist die freie DNS-Wahl nicht beschränkt. Ob das aus Hilflosigkeit der Regierung bald passieren wird?
China hat da schon ganz andere Probleme. Im moment wird dort diskutiert, ob die Chinesische Variante des Bundestroianers auf allen PC’s gleich vorinstalliert wird.
Für evtl. auftretende Schäden oder Garantieverfall haftet jeder selbst.
Datenschutzbestimmungen als Freibrief
Die Änderung der Datenschutzbestimmungen des StudiVZs hat große Proteste hervorgerufen. Holtzbrinck ist aber bei weitem nicht das einzige Unternehmen, was auch aus den privaten Nutzungsdaten Kapital schlagen möchte.
Noch viel umfassendere Datensammlungen können natürlich Internetanbieter anlegen.
Heute erhielt ich mit meiner Freenet Anmeldebestätigung 2 Waschzettel voller Kleingedrucktem. Immerhin fettgedruckt war Punkt 13.8:

Für Werbung und Marktforschung werden nur die Bestandsdaten verwendet aber wer erhält schon gerne Werbe- oder Marktforschungsanrufe?
Viel bedenklicher ist die Erlaubnis, Verkehrsdaten zur Optimierung der Telemediendienste nutzen zu dürfen. So werden zwar Telefonnummern anonymisiert. Wie sieht es aber mit den angesurften Internetseiten aus?
Unter einer ausführlichen Unterrichtung verstehe ich zumindest etwas anderes als eine Erwähnung auf S.3 im Kleingedruckten.
Widerrufen werden soll das ganze per Online-Formular. Ob das im Streitfall Rechtsgültig wäre? Naja was solls, dann wäre es eh schon zu spät – siehe Telekom.
Update: Ich habe eine schriftliche Bestätigung für meinen Widerruf erhalten und der Wechsel zu Strato DSL 3+ verlief nach anfänglichen Zweifeln doch reibungslos.