Hardware

IFA 2010 Eindrücke

Ich war vor einigen Jahren mal auf der CeBIT, als dort noch mehr Aussteller waren. Die IFA war noch einmal um ein ganzes Stück größer.
Den größten Teil der Ausstellungsfläche nahmen 3D-Displays ein, gefolgt von Audio, Handys und Navigationsgeräten.
Oft aufgefallen sind mir die kleinen Samsung Tablets, auf denen Swyping möglich ist (ab 6:45).

Besucher, die sich noch nicht rasiert hatten, konnten das am Stand von Philips nachholen.

Viele zeigten sich an Sonys 3D-Display interessiert, was man von allen Seiten betrachten kann.

Wer sich wirklich jeden Stand ansehen möchte, sollte schon zwei Tage einplanen. Für einen schnellen Rundgang kommt man aber mit dem reduzierten Happy Hour Ticket (ab 14:00) aus.

iPad bleibt hinter Erwartungen zurück

Schade. Das gestern vorgestellte iPad konnte meine großen, von den lange kursierenden Spekulationen ausgelösten Erwartungen nicht erfüllen.
Wer ein iPhone hat, wird von einem iPad eher enttäuscht sein.
Größtes Manko ist sicherlich das Fehlen von Flash. Für Multimedia im Web unverzichtbar.
Dann kein Multitasking, dh. man kann keine Musik hören, während man im Web browst.
Zuletzt fehlt eine Frontkamera für Bildtelefonie mit Skype o.ä..

Flash und fehlendes Multitasking und Flashsupport im Browser wurden zwar auf dem iPhone schon bemängelt, auf dem schnelleren und größeren Tablet hätte ich sie aber erwartet. Überdies hat das iPhone noch GPS und Videokamera.
Ein revolutionäres Gerät ist das Pad also nicht.
Immer noch ungeschlagene Kaufargumente sind aber Apples gut reagierende Touchscreens und das gelungene Design. (weiterlesen…)

Fritz!Box IP schnell ändern

ipchangeWer eine Fritzbox hat, kann entweder auf das mitgelieferte Startcenter zurückgreifen und im Programm “Internet” auf Stop drücken, um eine neue IP zu bekommen, oder sich das Firefox-Plugin Fox!Box herunterladen.
Das Plugin zeigt die aktuelle IP in der Statusleiste an und erstellt einen neuen Menüpunkt in dem Menü, was bei einem Rechtsklick ins Browserfenster erscheint.

Last, but not least kann man sich cURL herunterladen und eine Batch- oder Shelldatei mit folgendem Inhalt erstellen:


C:\curl.exe "http://fritz.box:49000/upnp/control/WANIPConn1" -H "Content-Type: text/xml; charset="utf-8"" -H "SoapAction:urn:schemas-upnp-org:service:WANIPConnection:1#ForceTermination" -d " "

Den Pfad zu curl muss man natürlich anpassen.

Curl-Skript und Firefox-Plugin funktionierten mit der aktuellen Firmware-Version 29.04.76.
In der Fritzbox muss allerdings für alle hier beschriebenen Varianten “Erweiterte Einstellungen -> System -> Netzwerk -> UPnP” “Statusinformationen übertragen” aktiviert sein.

Curl Script via Wehavemorefun

Update: Die neue Firmware-Version 29.04.80 erlaubt auch in der Benutzeroberfläche unter Erweiterte Einstellungen -> Internet einen schnellen Reconnect.

Windows 7 SSD Optimierungen

win7Nachdem ich gestern Windows 7 Installiert habe, war ich natürlich gespannt, wie häufig das System auf die Festplatte zugreift, zumal ich eine SSD habe und die nur eine begrenzte Anzahl von Schreibzugriffen verkraftet. Die Unterstützung von SSDs war immerhin für mich eines der größten Argumente für Windows7.

Anscheinend erkennt das neue Windows SSDs nicht anhand von Herstellerdaten, sondern durch einen Performancetest. Schneidet die Platte gut genug ab, (zwischen 6,5 und 7,9), werden automatisch Prefetching, Superfetching, Defragmentierung und Indexierung deaktiviert. Außerdem wurde die Blockgröße des Dateisystems angepasst, um die Speicherblöcke auf der SSD nicht halb zu beschreiben. Zuletzt wird Trim aktiviert, was nicht benutzten Speicher auch tatsächlich wieder freigibt.
Die bei der Installation automatisch vorangestellte Extrapartition von 100MB ist, nicht wie von mir zuerst irrtümlich angenommen für das Alignment, sondern ausschließlich für Systemdateien gedacht.

Bei mir war nach der Erstinstallation leider Defrag aktiviert, die Indexierung nicht abgestellt und auch Prefetching/Superfetching an. Irgendwas war also schiefgelaufen. Zu langsam war höchstens das Netbook, nicht die SSD. Die Optionen sind per Hand zwar schnell eingestellt, aber wie sieht es mit Trim aus? Wo kann man nachschauen, ob das an ist? Im OCZ Forum fand ich die Lösung.
Man öffnet die Startleiste, gibt cmd ein und klickt den Eintrag mit der rechten Maustaste an und klickt auf “Ausführen als”. Die Abfrage startet man dann per fsutil behavior query disabledeletenotify

Bei mir kam “= 0″ heraus, was bedeutet, dass zumindest Trim aktiv ist.

Den der Systempartition vorangestellten Speicher kann man sich per wmic partition get startingoffset zeigen lassen.

Dass leider doch noch eine Menge Schreibzugriffe stattfinden, kann man sich mit dem ProcessExplorer unter Tools -> File Summary in der Spalte Writes ansehen.
Mal schauen, was sich durch Abschalten von Diensten noch erreichen lässt.

Am Ende wäre es schön gewesen, wenn Microsoft in der Systemsteuerung eine Option für die manuelle Aktivierung sämtlicher SSD-Optimierungen angeboten hätte. Unter Linux wär mir das alles nicht passiert ;) . Ich bin im Großen und Ganzen, trotz schwachem Atom N270, sehr zufrieden mit der Performance und den neuen Startleistenfunktionen.

Update: Im OCZ Forum gibt’s einen SSDTweaker, der die wichtigsten Tweaks automatisch durchführt.

Viele Windows XP Tips aus meinem letzten Post zu SSDs funktionieren übrigens auch unter Windows7.

SSD richtig nutzen

samsungssdsmallSolid State Drives haben zumindest den Ruf, trotz immer ausgefeilter Schreibalgrorythmen schnell die maximale Anzahl an Schreibvorgängen erreicht zu haben. Es gibt aber Rechnungen, dass selbst auf einem nicht auf SSD-Nutzung abgestimmten System, die Speicherchips bei durchschnittlicher Nutzung mindestens 10 Jahre halten. Aufgrund des hohen Preises möchte ich jedoch kein Risiko eingehen und habe mich mal nach ein paar optimierungen umgeschaut. Eine recht umfangreiche Anleitung existiert bereits im OCZ Forum.

Da ich hier nicht jeden einzelnen Tweak ausführen möchte, dabei hilft Google, hier ein paar Stichpunkte, was die Lebensdauer verlängert und z.T. Geschwindigkeit einer SSD verbessert: (weiterlesen…)

Amazon löscht eBooks von Kunden

Man braucht nicht mal zu suchen, um Geschichten zu finden, bei deren Lektüre man sich herrlich über die Firmen aufregen kann, von denen man entweder ein Betriebssystem hat, bei denen man Bücher kauft, oder mit deren Hardware jeder Zweite, der was auf sich hält, durch die Gegend läuft. In diesem Fall wars eine Geschichte über Amazons Kindle. Amazon hatte fälschlicherweise Kopien von Animal Farm und Brave New World verkauft. Als der Irrtum auffiel, wurde der Fehler einfach “ungeschehen” gemacht, indem die Bücher bei den Kunden gelöscht wurden und – immerhin, der Kaufpreis zurückerstattet wurde. Dumm nur, wenn man sich virtuelle Notizen in eines der besagten Bücher gemacht hatte. Die waren nämlich auch weg, mal abgesehen von der Grenz- und Kompetenzüberschreitung.
Leider halten sich zu viele große Firmen den Remotezugriff auf Kundengeräte offen. Da kann man nur hoffen, dass die Verbraucher bald per Gesetz vor solchen Aktionen geschützt werden. Geklagt wurde in den USA zumindest schon.

via engadget / photo credit: cc by sa Joe Shlabotnik

Nokia führt Green IT Ranking an

Nokia liegt im Moment nach Einschätzung von Greenpeace beim Einsatz für Green IT, dicht gefolgt von Samsung und SonyEricsson vorn.
Dass sich das Unternehmen dafür nicht unbedingt in riesige Umkosten gestürzt hat, zeigt ein Blick in die Bewertungskriterien. So kann man bereits punkten, indem man i.d. Produktion auf Giftstoffe verzichtet, mit erneuerbaren Energien produziert und Recycling anbietet – wohlgemerkt anbietet, denn nur 3% der Produkte werden von den Nokia Kunden zurückgegeben.
g2greenerelectronics
via Netzwelt

Fritzbox entbranden

FritzBoxFreenets

Viele DSL-Anbieter bieten als Vertragszugabe eine kostenlose Fritzbox an.
Um das Branding davon zu entfernen und so evtl. noch einige Zusatzfunktionen nutzen zu können, muss man lediglich Telnet an der Box aktivieren (Telefon direkt per Kabel an FON anschließen und #96*7* wählen) per Telnet auf die Box gehen (Start > Ausführen > cmd > telnet 192.168.178.1) und dort
echo firmware_version avm >> /proc/sys/urlader/environment
eingeben. Mit der anschließenden Eingabe von reboot startet die Box neu und schon sollte das Branding entfernt sein. Gibt es Probleme, hilft oft ein stromlos machen der Box oder natürlich eine Anfrage an die Bastler aus dem IP-Phone-Forum.

Wer telnet nicht mag,  macht ein Firmware-Update mit der passenden Firmware von The Construct (Leider down) Alternative ist der Java Generator von Chip.

Wer den Hinweis auf vom Hersteller nicht unterstützte Änderungen vom Webinterface entfernen will, deaktiviert Telnet durch Eingabe von #96*8* und setzt die Box unter Einstellungen > System auf Werkseinstellungen zurück. Bei mir half nur ein passendes Recovery-Image von ftp://ftp.avm.de/.

PS: Alle Modifikationen auf eigene Verantwortung.

WLAN Handy an der Fritzbox nutzen

fritzboxsIch habe beim Stöbern im IP-Phone-Forum einen interessanten Beitrag gesehen.

So kann jedes WLAN-Handy, was SIP unterstützt, mit der Fritzbox verbunden werden und das Festnetztelefon ersetzen.
(Auch weil der DECT-Teil der Fritzbox 7270 nicht zu gebrauchen ist)

Die benötigten Einstellungen lauten wie folgt:

SIP-Einstellungen
Dienstprofil: IETF
Öff.Benutzername: 620@fritz.box
Komprimierung verwenden: Nein
Anmeldung: immer aktiv
Sicherheit.-mech.verwenden: Nein

Proxyserver
nicht konfiguriert

Anmeldeserver
Anmeldeserveradresse: IP der Fritzbox (bei mir reichte "fritz.box")
Gebiet: fritz.box
Benutzername: 620
Passwort: *Kennwort*
Transporttyp: Auto
Port: 5060

Anschließend muss das Telefon noch in der Fritzbox eingerichtet werden.
Dazu unter Telefoniegeräte > Neues Gerät einrichten > Telefon > LAN/WLAN (IP-Telefon)

Dort den anschließend angezeigten Benutzernamen notieren und evtl. in den eben gemachten Einstellungen im Handy korrigieren (bspw. 620, 621)

Wenn das Telefon beim anschließenden Test klingelt, hat alles funkioniert und man benötigt kein extra DECT Telefon.

Nachteil ist und bleibt der hohe Stromverbrauch von WLAN, weshalb Siemens nach dem Gigaset SL75 Wlan anscheinend die Entwicklung von WLAN Telefonen eingestellt hat.

Mein e71 ist nach ca. 1 1/2 Tagen leer. Eine Ladestation wäre also von Vorteil.

PS: Die Funktion ist erst in den neueren Firmwareversionen vorhanden. Falls dennoch ein Menüpunkt fehlt, bitte erst die Expertenansicht des Webinterfaces aktivieren.

Um selbst einen Codec auswählen zu können kann man sich noch die SIP VOIP 2.x Settings aus dem Nokia Forum laden.
Welcher Codec subjektiv am Besten abschneidet ist hier zu sehen. Vermutlich wird der Codec nur bis zur Fritz!Box genutzt. Sollten dort andere Einstellungen getroffen worden sein, stellen diese natürlich den limitierenden Faktor dar. Zuletzt wäre noch zu klären ob der gewünschte Codec auch vom Telefonanbieter und der Gegenstelle unterstütz wird.

Günstige / Stromsparende Heimserver

LinutopDie NSLU2 ist schon etwas in die Jahre gekommen, gehört aber noch lange nicht zum alten Eisen. Dennoch habe mich jetzt ein wenig umgeschaut, welche Hardware einerseits ähnlich stromsparend aber dennoch leistungsfähig genug für einen MySQL Server und andere Speicherintensive Anwendungen ist.
Ob der Stomverbrauch wirklich niedriger liegt als die üblichen Hostingkosten kann man mit diesem Stromkostenrechner mal überprüfen. Leider ist es oft schwer an verlässliche Verbrauchsangaben zu kommen. Weitere Bedingung war der lüfterlose Betrieb.

SheevaPlug – 512MB Flash, 512MB DDR2 Ram, 1,2 Ghz XScale CPU, SDCardSlot, USB

miniPC 105 – 1GB Ram, AMD Geode LX 800, 1GB Flash, Sound, VGA, WLAN, GPRS, VESA-Halter erhältlich, WinXP installation möglich

Linutop – Ähnlich miniPC 105

Flepo MiniPC 2 – ebenfalls Geode LX 800

Fit-PC2 – Atom, aber anscheinend sparsamer (8W)

Tranquil T7 – Atom Lösung, schon recht hoher Strombedarf

Zenega / T-Online S100 – 128MB Ram, 733Mhz Intel, 32MB Flash – nur für Bastler

Eigenbau – bspw. PicoPSU, Jetway Board, Fanless Case o.ä. (siehe auch Tests auf minitechnet.de / epiacenter.de)

Asus Eee PC 701 – lüfterlos nur mit Mod

Wer mehr sucht findet die kleinen Kästen oft unter den Bezeichnungen Nettop oder Thin-Client.

Nachtrag: Im schlimmsten Fall zieht ein hier vorgestellter PC 25 Watt. Wer mal sehen möchte, was ein PC verbrauchen “könnte” schaut mal hier ab 2:40.

cc photo credit: DaffyDuke

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