Systemtools

dd für Ungeduldige

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Mit dem kleinen Tool dd kann man jede Menge schöne Dinge tun.
Leider ist es nicht sonderlich gesprächig bei der Arbeit.

Wer zwischendurch mal schauen möchte, wie die Übertragungsrateund der Fortschritt ist, kann in einem zweiten Terminal folgenden Befehl eingeben (alternativ statt der Variablen auch gleich die Process ID von dd):

 kill -SIGUSR1 $(pidof dd)

Um den Befehl nicht dauernd neu eingeben zu müssen, bietet sich watch an:

watch -n 10 kill -USR1 $(pidof dd)

Wenn man gerne nach dem Ende der dd Operation eine Zeitstatistik haben möchte, kann man dd auch mit time starten:

# time dd if=/dev/zero of=/dev/sda
 260678858+0 Datensätze ein
 260678858+0 Datensätze aus
 133467575296 Bytes (133 GB) kopiert, 3019,98 s, 44,2 MB/s
 real 50m20.153s
 user 1m1.704s
 sys 13m5.565s

Hier eine kurze Erklärung:
real: Ist die Echtzeit / “Wanduhrzeit”, die vergangen ist.
user: Ist die Zeit, die benötigte Rechenzeit für Benutzerprozesse. (Speicherzuweisung und direkte Hardwarezugriffe z.B. können nicht durch Benutzerprozesse augelöst werden)
sys: Ist die benötigte Rechenzeit für Kernel (Systemprozesse).

Q: stackoverflow: real- & usertime  /   heise: dd befehl

USB-Stick Benchmark unter Linux

Um die Tauglichkeit eines USB-Sticks als Festplattenersatz zu testen habe ich gerade nach einem einfachen Befehl gesucht.

Auch hier hilft wieder das Linux tool dd:

dd if=/dev/zero of=/media/<MountName>/bench.dat bs=1M count=100

Es schreibt 100MB nullen in die Datei bench.dat und gibt nachher die Durchschnittsschreibgeschwindigkeit aus.

Die Lesegeschwindigkeit lässt sich bspw. per hdparm -t herausfinden:

sudo hdparm -t /dev/sdc1

via blog.gut-man.de

Löschen und Images aufspielen mit dd

Ich wollte eine *.img Datei auf meinen USB-Stick kopieren.

Hierfür sollte er erst einmal ins RAW Format gebracht werden, sprich alle Partitionen mit diskmgmt.msc gelöscht werden.
Leider war der entsprechende Menüpunkt ausgegraut.

Statt jetzt eine Linux-Live-CD zu booten habe ich dd für Windows heruntergeladen.

Den Masterbootrecord und die Partitionstabelle seines Laufwerks überschreibt man mit folgendem Befehl mit Nullen:
dd if=/dev/zero of= bs=512 count=1

Ja, /dev/zero und /dev/random existieren auch mit dem windows dd

Um sich die aktiven Partitionen zeigen zu lassen gibt man ein:
dd --list
Unter Windows habe ich für Laufwerk F:\ aus der Liste die Bezeichnung hinter “mounted on” gewhält, also  \\.\f:

Zum kopieren des Images erwartet dd erst die Eingabe der Quelldatei und dann des Zieldatenträgers im Format:
dd if=<Quelle> of=<Ziel>

Der Vorgang dauert im Gegensatz zum Kopieren eines Isofiles mit Unetbootin ziemlich lange, was aber auch an den vielen kleinen Dateien in meinem Image gelegen haben konnte.

The Ultimate Boot CD – Boot-CD mit Vollausstattung

Falls iregendwann mein System streiken sollte, werde ich sicher einmal die Bootdisc “The Ultimate Bood CD” ausprobieren.

Das Standardpaket enhält z.B. Tools für:

  • Partitionierung
  • Antivirus
  • Hardwaretests
  • Datenrettung
  • Bootmanagement
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